Schon im Bus wurden wir auf die Bootsfahrten zur Isla de las Fragattas aufmerksam gemacht... ein kleiner Vorgeschmack auf das, was bei der Ankunft im Dorf folgen sollte: Als wir aus dem Bus ausstiegen, wurden wir gleich von mehreren Maennern und Frauen umringt, die uns in Spanisch wild durcheinanderbrabbelnd zu verschiedenen Touranbietern "schleppen" wollten. Zum Glueck hatte Alex sich im Bus schon mit dem Wort "reflectionar" gewappnet und nachdem er einmal "reflectionamos" gesagt hatte, ebbte die Redeflut merklich ab.
So gingen wir est mal "almuerzo" essen: cevieche de camarones und camarones apanados (beides superleckere Shrimps-Gerichte, die hier sehr preisguenstig zu haben sind).Auf dem dortigen "banos" machte ich dann die erste Erfahrung mit den hier teilweise ueblichen Toiletten-Abfalleimern, in die das benutzte Papier hineinkommt (man denkt sich seinen Teil dazu und guckt, dass man schnell wieder da raus kommt)...
Dann ging's los. Leider konnten wir nur die kleine Bootstour machen, um die Flussdelfine und Mangrovenwaelder zu sehen, da fuer die laengere Fahrt zur Vogel-Insel sonst keine Interessenten da waren. Besser als nichts, also los! Die anderen Touristen auf unserem Bootwaren aus Guayaquil und nett und gut gelaunt. Zusammen bekamen wir einige Delfine zu sehen und konnten dieses relativ unberuehrte Fleckchen Natur bewundern.Auf dem Rueckweg kam uns ein weiteres Boot entgegen, das zur Vogelinsel unterwegs war, so dass wir kurzerhand umsteilen konnten.Hier trafen wir Glenda und ihre Familie aus Guayaquil. Glenda hatte ein Semester in Linz studiert und spricht sehr gut Englisch, ihr Vater sogar "un poco" Deutsch.
Als wir uns der Insel, mit unserer kleinen, schwankenden "Nussschale mit Aussenbordmotor" naeherten, konnten wir bereits einige tausend Fregattvoegel sehen, die darueber kreisten. Wir gingen dort an Land und konnten mitten durch die riesige Vogelkolonie gehen.Wenn man sowas am Fernseher sieht ist es eine Sache, aber.... das muss man einfach erlebt haben: der penetrante Geruch der Vogelkacke, das Kreischen, die unmittelbare Naehe ... In jedem Fall eine Erfahrung wert!
Wir hatten an diesem Tag wieder mal Glueck, da uns Glendas Familie in ihrem Kleinbus(!) noch Platz fuer uns hatten und uns zurueck nach Guayaquil brachten.Auf der Fahrt zeigten sie uns noch den Strand von Las Playas und versorgten uns auf der Rueckfahrt sogar mit leckeren Fleischspiessen.Alles in allem ein toller Tag mit ausnahmslos netten Menschen und herrlicher Natur!
Gestern ging es dann endlich weiter mit dem Zoll. Unsere Zollagentin Veronica Ochoa hat nun alle Papiere und gibt diese an Zoll weiter. Morgen wird sie sich dann bei uns melden und dann sehen wir weiter...
Nebenbei haben wir uns auch noch eine Strassenkarte von Guayaquil besorgt, was gar nicht so einfach war. Letztendlich haben wir uns aus mehreren kleinen Karten eine grosse Karte zusammengeklebt. Jetzt wissen wir wenigstens, wo wir in dieser Grossstadt sind...
Mehr Bilder gibt es hier.